Haarausfall Kinder - Wann ist Haarausfall ein Alarmsignal?
Kinder verlieren normalerweise wenig Haare. Schon bei einer Ausfall-Rate von 50 bis 80 Haaren pro Tag sollten die Ursachen geklärt werden. Werden zugrunde liegende genetische Syndrome, metabolische Defekte oder endokrinologische Störungen früh erkannt, können adäquate Interventionen wesentlich zur normalen Entwicklung der kleinen Patienten beitragen.
Haarausfall Kinder - die häufigsten Formen
Die Alopecia areata äußert sich in meist plötzlich auftretendem, umschriebenem, kreisförmigem, nicht vernarbendem Haarausfall, der schubweise rasch progredient verlaufen kann. Die Alopecia areata circumscripta führt zu einzelnen umschriebenen Herden im Bereich der Kopfhaut, Augenbrauen, Wimpern oder anderen Körperhaaren. Bei der Alopecia areata totalis fehlt das Kopfhaar, bei der Alopecia universalis die gesamte Körperbehaarung fast komplett. Klinische Entzündungszeichen sind nicht sichtbar; zu palpieren ist lediglich eine teigige, ödematöse Schwellung mit sogenannten Ausrufezeichen-Haaren im Randbereich.
Haarausfall Kinder - weitere Formen
Neben Lymphknotenschwellungen können Nagelveränderungen auftreten. Eine atopische Diathese, Vitiligo oder Schilddrüsenerkrankungen können assoziiert sein. Ein gehäuftes Auftreten ist beim Down Syndrom bekannt. Als mögliche Triggerfaktoren gelten chronische Infekte vor allem im HNO-Bereich sowie an den Zähnen. In etwa einem Drittel der Fälle kommt es zu einer Sponatanremission innerhalb der ersten sechs Monate, die aber von einer hohen Rezidivquote begleitet ist. Gerade bei früher Erstmanifestation ist die Prognose ungünstig. Quelle: www.Aerzetkammer-bw.de
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